Die Formen
Was Studien fanden
Eine Übersichtsarbeit von 2025 wertete 99 randomisierte Studien mit 6.582 Erwachsenen aus. Intervallfasten und tägliche Kalorienreduktion senkten das Gewicht stärker als Essen ohne Vorgabe. Untereinander unterschieden sie sich nur wenig. In Studien ab 24 Wochen zeigte sich nur der Unterschied zu Essen ohne Vorgabe. Die Fachleute fordern längere Studien.[3]
Eine Studie über 12 Monate mit 139 Menschen mit Adipositas verglich Kalorienreduktion mit und ohne Essfenster von 8 bis 16 Uhr. Der Unterschied beim Gewicht war statistisch nicht signifikant.[4]
In einer Studie über 12 Wochen mit 116 Teilnehmenden war 16:8 ohne weitere Vorgaben nicht wirksamer als Essen über den Tag verteilt.[1]
Was offen ist
Die DGE stuft Intervallfasten als gleichwertig zur täglichen Energiereduktion ein, nicht als überlegen. Langzeitdaten fehlen. Effekte auf Stimmung, Belastbarkeit und das Risiko für Essstörungen lassen sich laut DGE nicht beurteilen. Ihre Seite stützt sich auf Literatur bis 2017.[2]
Für wen es nicht gedacht ist
Eine amtliche Liste nur für Intervallfasten haben wir nicht gefunden. Für das verwandte Scheinfasten nennt das Bundeszentrum für Ernährung Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und Menschen mit Essstörungen als Gruppen, die verzichten sollten.[5] Menschen mit Diabetes und andere chronisch Kranke sollten laut Verbraucherzentrale vor der 5:2-Diät ärztlich nachfragen.[6]
Die App bietet nur Essfenster an, keine ganzen Fastentage. Die Grenzen dafür sind unsere Festlegung, kein Ergebnis einer Studie. Mehr dazu unter Wann du ärztlichen Rat holen solltest.
Die App ersetzt keine medizinische Beratung.
Quellen
- Lowe DA et al.: Effects of Time-Restricted Eating on Weight Loss and Other Metabolic Parameters. JAMA Intern Med, 2020
- DGE: Intervallfasten
- Semnani-Azad Z et al.: Intermittent fasting strategies and their effects on body weight and other cardiometabolic risk factors. BMJ, 2025
- Liu D et al.: Calorie Restriction with or without Time-Restricted Eating in Weight Loss. N Engl J Med, 2022
- Bundeszentrum für Ernährung: Gesundheitstrend Scheinfasten
- Verbraucherzentrale: Von Stoffwechsel-Diäten bis Trennkost, Stand 10.02.2022